«Out of Tulip»: Raus aus dem Alltag, rein ins Erleben
Den Berufsalltag hinter sich lassen, neue Aktivitäten entdecken, Selbstvertrauen (zurück)gewinnen, Kontakte knüpfen und schöne Erlebnisse miteinander teilen: Während fünf Tagen hatten die jungen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stiftung Battenberg beim «Out of Tulip»-Event die Gelegenheit, Neues auszuprobieren und sich auf andere Weise zu entfalten.
Im Wohnangebot «Tulip» der Stiftung Battenberg in Biel finden junge Menschen in einer Berufslehre, einer Vorlehre oder einem Integrationsprogramm ein stabiles Zuhause und bedarfsgerechte Begleitung im Alltag.
Der jährliche Anlass «Out of Tulip» ermöglicht den jungen Menschen, neue Freizeitaktivitäten kennenzulernen und ungewohnte Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig fördert er den Austausch und das Kontakteknüpfen zwischen den jungen Bewohnenden und den Fachpersonen, die sie begleiten.
«Für einige junge Menschen ist dies eine Gelegenheit, ihre Komfortzone zu verlassen und an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen», erklärt Yann Junod, Teamleiter Wohnen am Standort Tulip.
Dieses Jahr fand das Gemeinschaftserlebnis von Montag, 5. Oktober, bis Freitag, 9. Oktober, statt. Rund zwanzig junge Menschen nahmen daran teil.
An vier der fünf Tage stand ein Ausflug auf dem Programm. Dabei konnten die jungen Menschen körperliche Aktivitäten mit spielerischen Erlebnissen an Orten verbinden, die speziell für Bewegung und Freizeit gestaltet sind.
Erstmals stand auch eine Einführung in Krav Maga auf dem Programm. «Nach einem Workshop am Vormittag zum Thema Selbstvertrauen zeigte ihnen die Einführung in Krav Maga, dass man lernen kann, sich selbst zu verteidigen und dadurch mehr Sicherheit zu gewinnen», betont Yann Junod.
«Bei einigen der jungen Menschen, die wir begleiten, haben schwierige Lebenswege und gesundheitliche Herausforderungen wichtige Aspekte ihrer persönlichen Entwicklung beeinträchtigt. In der Folge ziehen sie sich eher zurück und isolieren sich, anstatt sich zu behaupten und ihren Platz einzunehmen. Die Arbeit am Selbstvertrauen ist deshalb von zentraler Bedeutung. Sie hilft ihnen, die nötigen Werkzeuge zu erwerben, um ihre Selbstständigkeit gesund und eigenverantwortlich zu entwickeln», präzisiert er.
Mit vielen neuen Eindrücken, Erfolgserlebnissen und gemeinsamen Erinnerungen kehrten die jungen Menschen in ihren Alltag zurück – auch mit etwas mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
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