Zweisprachigkeit im Alltag: sieben Stimmen, sieben Vorteile
Die Stiftung Battenberg hat kürzlich erneut das «Label für die Zweisprachigkeit» erhalten. Eine gute Gelegenheit, bei Lernenden, Programmteilnehmenden und Mitarbeitenden nachzufragen: Wie erleben sie die Zweisprachigkeit bei Battenberg – und welche Vorteile sehen sie im Alltag?
Zweisprachigkeit als Vorteil im Berufsleben
Moa, Lernende im 1. Lehrjahr Kauffrau EBA: «Ich habe in der Stiftung Französischkurse besucht. Mein Ziel ist es, die erworbenen Sprachkenntnisse bis zum Ende meiner Lehre sicher und selbstständig anzuwenden.»
Kulturelle Unterschiede kennenlernen und verstehen
Nicolas, Absolvent 2026 Interactive Media Designer EFZ: «Ich kannte die Arbeitsweisen und kulturellen Eigenheiten der Deutschschweiz kaum und hatte nur sehr wenig Kontakt mit Deutschschweizerinnen und Deutschschweizern. Mein neuer Arbeitgeber in Genf schätzt diese Erfahrung eindeutig.»
Mehr Unternehmenspartner für die Integration
Vivienne Stöhr, Bereichsleiterin Placement: «Die Zweisprachigkeit ermöglicht es uns, Kontakte zu Unternehmen in beiden Sprachregionen zu pflegen und passende Einsatz- und Ausbildungsplätze für unsere Teilnehmenden zu finden.»
Mit Sprachkenntnissen zu neuen Aufgaben
David Beutler, Integrationsfachperson: «Bevor ich 2021 zur Stiftung Battenberg kam, hatte ich ausschliesslich in deutschsprachigen Unternehmen gearbeitet. Die Arbeit in einem zweisprachigen Umfeld ermöglicht es mir, meine Französischkenntnisse im Berufsalltag anzuwenden und weiterzuentwickeln. Heute begleite ich auch einige französischsprachige Fälle.»
Begegnung und Verständigung über Sprachgrenzen hinweg
Maeva, Teilnehmerin des Programms «the frame»: «Im Alltag höre ich Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte Deutsch und Schweizerdeutsch sprechen. Mein Verständnis hat sich verbessert. Untereinander verwenden wir einen Mix aus Französisch, Deutsch und Englisch – und es funktioniert!»
Mit Sprachkenntnissen den Horizont erweitern
Richard Grandgirard, Bereichsleiter Media Design: «Früher verbrachte ich meine Ferien hauptsächlich in der Schweiz oder in Frankreich. Dank meiner Fortschritte im Deutschen entdecken meine Frau und ich heute mit Freude die deutschsprachigen Regionen der Nachbarländer.»
Sprachen lernen ganz nebenbei
Corinne Stotzer, berufliche agogische Fachperson im Bereich Printmedien: «Derzeit sind drei Viertel meiner Lernenden französischsprachig. Dank der täglichen Anwendung bei der Arbeit fühle ich mich im Französischen viel sicherer, auch wenn ich noch Fehler mache.»
Sieben Stimmen, sieben Perspektiven – und ein gemeinsamer Alltag in zwei Sprachen. Sie zeigen, dass gelebte Zweisprachigkeit weit über sprachliche Kompetenzen hinausgeht und auch persönliche Entwicklung, Integration und berufliche Perspektiven stärkt.